Großartiger Sound per Tastendruck
Schrankgroße, druckluftbetätigte Musikautomaten waren früher nötig, wollte man zahlreiche Musikinstrumente ohne Musiker zum Klingen bringen. So imposant diese klangen, so groß ist die Begeisterung, wenn Könner eine Böhm-Orgel zum Leben erwecken. Auf kleinstem Raum bringt der Spieler bis zu 54 Musikinstrumente gleichzeitig zum Klingen, und das versetzt nicht nur Laien ins Staunen.
Das Beherrschen eines Musikinstruments ist eine Kunst, die jahrelanges Üben voraussetzt. Selten ist es einem Menschen möglich, mehr als drei Instrumente perfekt zu beherrschen. In der Zeit des Computers hat sich diese Grenze massiv verschoben, da es durch hochentwickelte Algorithmen und speziell ersonnene Schaltkreise möglich wurde, auf elektronischem Weg Töne zu erzeugen, die sich nicht mehr von denjenigen Tönen unterscheiden, die von einem Originalinstrument erzeugt werden.
Mit an der Spitze dieser Entwicklung stand das Traditionsunternehmen Dr. Böhm, das sich seit 1956 der Entwicklung und dem Bau von transistorbestückten Orgeln widmete. Zwar wurde 1990 dieses Unternehmen liquidiert, jedoch führt die Firma Keyswerk Musikelektronik den Markennamen ›Böhm‹ bis heute weiter und entwickelt und fertigt unter diesem Label Orgeln und Keyboards, die ihresgleichen suchen.
Die Entwickler dieser Klang-Kunstwerke haben keine Mühen gescheut, ganz besondere Highend-Instrumente für Kenner zu schaffen. Das fängt bereits mit einem Designer-Korpus aus massivem Vollholz an und hört bei dem eigenen, extrem schnellen Betriebssystem und der eigenen Amadeus-Tonerzeugung sowie dem dort verbauten Mikroprozessor noch lange nicht auf.
Der Sprung zur absoluten Spitzenklasse gelang, weil sich die Experten bei Keyswerk jedes Detail ansahen, das eine perfekte elektronische Orgel ausmacht. So bildet beispielsweise kein einfaches PC-Motherboard das Herz der Orgel. Vielmehr wurde ein eigenes Realtime-System kreiert, das mit einem eigenen Betriebssystem läuft. Auf diese Weise wurde ein besonders schnelles, auf die Belange der Musikerzeugung optimiertes System geschaffen, das in der Lage ist, in unter sechs Sekunden zu starten und zudem ohne störenden Lüfter auskommt.
Staunenswert einfach und ausgefeilt ist die Bedienung der Böhm-Orgeln, die von Keyswerk unter dem Baureihennamen ›Sempra‹ angeboten werden. Das zentrale Bedienorgan ist ein Touch-Farb-LCD-Bildschirm, der über eine sehr aufgeräumte Oberfläche verfügt. Damit werden bereits vorinstallierte Einstellungen für Hunderte von Musiktiteln auch während des Spielens aufgerufen, die sogenannten ›Global Presets‹, und die Begleitung individuell auf das persönliche Arrangement angepasst. Wie es sich für ein modernes Musikinstrument gehört, sind alle auf der Sempra selbst erstellten Einstellungen speicherbar und beispielsweise auf einen USB-Stick übertragbar. So richtig geht die Post ab, wenn die in der Orgel schlummernden Musikinstrumente zum Leben erweckt werden. Pro Manual können das bis zu 13 oder auch mehr sein! Die dreimanualige ›Sempra SE 100‹ beispielsweise ist in der Lage, bis zu 54 Musikinstrumente gleichzeitig über die Tastaturen zum Klingen zu bringen, was das Darbieten jeglicher Art von Musik in umwerfenden Arrangements möglich macht.
Aber auch bereits das „Einsteigerinstrument“ ›Sempra SE 10‹ – das es in den zwei Versionen ›Piano‹ und ›Orgel‹ gibt – wartet mit einer Ausstattung auf, die begeistert. So sind beispielsweise fertige Einstellungen für über 900 bekannte Musikstücke vorinstalliert. In der ›Sempra SE 10 DB‹ ist sogar das Zugriegel-Soundmodul ›RealOrgan‹ mit einem 12-chörigen Zugriegelsatz enthalten.