Tückisch: Batteriewechsel bei billigen Quarzuhren
Konstruktives Spar-Design ist nur mit guter Uhrmacher-Ausrüstung zu meistern
Der Wechsel einer Armbanduhr-Batterie ist eine Tätigkeit, für die man eine gewisse Routine benötigt, soll das Vorhaben von Erfolg gekrönt sein. Wer sich dieser Aufgabe stellen möchte, muss sich zudem unbedingt die dazu nötige Ausrüstung besorgen, da sonst bereits das Öffnen des Uhrengehäuses nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Hilfreich ist zudem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit auch Neulinge beim Batterietausch nicht aussteigen. Darüber hinaus sollte die ins Auge gefasste Uhr von hochwertiger Bauart sein, da nur diese einen problemlosen Batteriewechsel erlauben. Doch auch bei Billiguhren ist ein Batterietausch möglich, wenn auch sehr mühsam. Der nachfolgende Artikel ist daher eine wichtige Stütze, damit der Batterietausch auch bei Billiguhren gelingt und man am Ende keine kaputte Uhr in der Hand hat.
Wer im Uhrmacherhandwerk zuhause ist, hat diesen Beruf in der Regel nach dreijähriger Lehrzeit mit der Gesellenprüfung abgelegt. In dieser Zeit lernt man den Umgang mit kleinen und großen Zahnrädern, Schrauben und Federn, die für Kirchturmuhren, Regulatoren oder Armbanduhren benötigt werden. In jedem Fall sind handwerkliches Geschick, Geduld und Feinmotorik gefragt, sollen Uhren zerlegt, gesäubert und wieder zusammengebaut werden.
Während früher Handaufzugs- und Automatikwerke den Markt für Armbanduhren dominierten, sind es aktuell Batterie- und akkubetriebene Uhren, die hinsichtlich der Stückzahlen das größte Kuchenstück des Uhrenmarktes auf sich vereinen. Je nach Technik müssen diese Batterien nach einigen Jahren ausgetauscht werden, was in der Regel Kosten verursacht, die je nach Bauart der Uhr zwischen 5 und 30 Euro liegen.
Obwohl diese Beträge nicht besonders hoch sind, reizt es so manchen Uhrenliebhaber, den Batteriewechsel selbst vorzunehmen. Doch Vorsicht! Nur wer über das dazu nötige Werkzeug verfügt, sollte sich an diese Aufgabe wagen! Ist dieses Werkzeug nicht vorhanden, so ist mit Anschaffungskosten von 35 bis 50 Euro zu rechnen, da auch eine kleine Handpresse anzuschaffen ist, um bei Sprungdeckeluhren den Bodendeckel nach dem Batteriewechsel wieder auf das Gehäuse zu pressen. Die Handkraft reicht dazu in der Regel nicht aus!
Zudem darf der Umgang mit kleinsten Uhrenkomponente nicht unterschätzt werden. Insbesondere bei Billiguhren gilt es, beim Batteriewechsel kleinste Schräubchen sicher aus- und einzuschrauben, damit die neue Batterie eingewechselt werden kann. Nur wer Geduld und eine ruhige Hand besitzt, wird diese Hürde meistern.
Uhren haben unterschiedliche Befestigungen für den Deckel. Folgende Varianten sind möglich:
1. Einpressdeckel
2. Verschraubte Deckel mit Schrauben am Deckelrand
3. Verschraubte Deckel mit eigenem Gewinde
Für jede dieser Varianten gibt es geeignete Öffnungswerkzeuge, um den Deckel ohne große Mühe öffnen zu können. Bei Uhren mit Einpressdeckel ist dies in der Regel eine Art Messer, das in entsprechend flachem Winkel angeschliffen ist.
Dieses Öffnungswerkzeug wird an derjenigen Stelle angelegt, an der sich die kleine Nase des Deckels befindet. Diese dient dazu, dem Öffnungswerkzeug Halt beim Öffnungsvorgang zu geben.
In diesem Beispiel wird die Batterie von einem Ring gehalten, der mit zwei winzigen Schrauben an der Uhrenplatine befestigt ist.
Um die Batterie wechseln zu können, ist es nötig, mit einem passenden Schraubendreher die Schrauben zu lösen, um den Deckel mit der Batterie abheben zu können.
Die Größe des Schraubendrehers muss so bemessen sein, dass dieser in die Vertiefung der Schraube eintauchen kann.
Nun die Schrauben vorsichtig herausdrehen und darauf achten, dass diese nicht herunterfallen, denn diese sind so klein, dass sie am Boden wohl nicht mehr gefunden werden. Bei Bedarf kann eine Pinzette zu Hilfe genommen werden, um diese winzigen Schrauben besser packen zu können.
Bei der Entnahme der Batterie darauf achten, dass der umlaufende Dichtungsring nicht entnommen wird, da dessen Wiedereinbau gewisse Hürden birgt. Durch die entnommene Batterie wird der Blick auf die Feder frei, die dafür sorgt, dass die Batterie sicher an den Spannungspolen anliegt. Das weiße Plättchen dient zur Auflage und Isolierung der Batterie und muss unbedingt in der Uhr verbleiben!
Eine besondere Hürde bei billigen Funk- und Quarzuhren ist, dass diese oft keine Vertiefung für die Batterie besitzen, wie sie hochpreisige Uhrenmodelle haben. Das würde den Batteriewechsel massiv vereinfachen, denn die überstehende Blattfeder verhindert bei dieser Konstruktion, dass eine neue Batterie durch einfaches Auflegen eine sichere Montageposition einnehmen kann.
Daher ist das Einlegen der neuen Batterie nur mit einem Trick möglich: Damit die neue Batterie, sicher zum Verschrauben fixiert werden kann, muss eine kleine Federzwinge verwendet werden. Diese muss so ausgerichtet werden, dass die Schrauben zur Befestigung des Deckels zugänglich bleiben, was eine zusätzliche Hürde darstellt.
Nach dem Verschrauben des Batteriekäfigs kann der Deckel auf die Uhr aufgelegt und eingepresst werden. Da es nahezu unmöglich ist, mit Muskelkraft die zum Schließen nötige Kraft aufzubringen, muss eine entsprechende Presse verwendet werden, die eigens für diesen Zweck gebaut sind.
Diese Pressen verfügen über unterschiedlich große Einsätze, die passend zur Uhrengröße ausgewählt werden müssen. Diese verhindern, dass beim Einpressvorgang die Uhr beschädigt wird.
Anmerkung:
Sollte die Bedienungsanleitung für die Uhr nicht mehr zur Hand sein, sollte unbedingt der Text zum Einstellen der Uhr nach dem Batteriewechsel notiert werden, der sich in diesem Fall auf der Innenseite des Deckels befindet.
Fazit:
Einen Batteriewechsel sollte nur vornehmen, wer über das dazu nötige Spezialwerkzeug verfügt und die nötige Zeit sowie Geduld mitbringt. In Uhren sind kleinste Schrauben und Teile verbaut, die entsprechende Sorgfalt bei der Handhabung voraussetzen. Wer sicher gehen will, dass seine Uhr beim Batteriewechsel nicht beschädigt wird, sollte diese besser bei einem Uhrmacher ersetzen lassen. Im Fall eines Neukaufs ist es zudem eine Überlegung wert, auf Uhren mit Solar oder Eco-Drive-Werk zu setzen, deren Akku viele Jahre ohne Tausch hält. Zudem ist es sicher nicht verkehrt, sich auch mit Automatikuhren zu beschäftigen, die zwar nicht über die Ganggenauigkeit von Quarzuhren verfügen, doch mit hoher Zuverlässigkeit punkten und zudem keine Batteriewechsel-Intervalle kennen.
Digitale Anzeige zwischen Datum und Sekunde umschalten:
Knopf B abwechselnd betätigen. Dadurch wird zwischen Datum (Tag links, Monat rechts) und Sekundenanzeige (Sekunde links, Funkturm-Symbol rechts) umgeschaltet.
Funksignal manuell suchen:
Knopf B ca. 5 Sekunden lang gedrückt halten, wodurch die Zeiger zur 12-Uhr-Position wandern. Die Uhr schaltet nun auf Signalsuche um. Das Funkturm-Symbol neben der Sekundenanzeige blinkt. Sobald ein Funksignal empfangen wird, werden Zeit und Datum angepasst und das Funkturm-Symbol neben der Sekundenanzeige dauerhaft angezeigt.
Zeitzone einstellen:
Knopf A ca. 3 Sekunden lang gedrückt halten. Die aktuelle Uhrzeit (z. B. „15“) wird rechts im LCD-Feld angezeigt.
Links steht die derzeit eingestellte Zeitzone (z. B. „1“), möglicherweise mit einem negativen Vorzeichen. Zur Korrektur kurz Knopf B drücken. Die Zeitzone geht um eine Stunde nach vorne. Die Zeiger bewegen sich zu der eingestellten Zeit und die Anzeige ändert sich sofort. Mit jedem kurzen Drücken von Knopf B rückt die Zeitzone um eine Stunde nach vorne.
Zum Beenden kurz Knopf A drücken oder länger als 15 Sekunden keinen Knopf drücken. Die Uhr schaltet um zur Normalzeitanzeige.