Fräsmaschine mit Weitblick, aber ohne Einhausung
Streckengesteuerte FPS 630M-digital bildet in der Ausbildungswerkstatt von Pfeiffer die Brücke zwischen Feilen und CNC-Bearbeitung
Als führender Anbieter von Vakuumlösungen steht Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions für Präzision, Innovation und technologische Exzellenz. Basis dafür sind qualifizierte Mitarbeiter, die das Unternehmen auch selbst ausbildet. Für den Einstieg in die maschinelle Metallbearbeitung kommt in der Ausbildungswerkstatt eine robuste und übersichtlich bedienbare Fräsmaschine FPS 630M-digital Dualmaster mit Heidenhain-Steuerung PT8016 zum Einsatz. Ausbilder und Azubis sind gleichermaßen von den Möglichkeiten dieser Maschine überzeugt.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions ist Teil der familiengeführten Busch Group, einem der weltweit größten Hersteller von Vakuumlösungen, Kompressoren und Abgasreinigungssystemen. An seinem Standort in Aßlar entwickelt und produziert das Unternehmen innovative Lösungen für Anwendungen im Hoch- und Ultrahochvakuum.
Was das bedeutet, wird am Beispiel sogenannter Turbomolekular-Vakuumpumpen deutlich, die unter anderem in der Halbleiterindustrie und Analytik zum Einsatz kommen. Diese Technologie nutzt Hochgeschwindigkeitsrotoren, um Hochvakuum, Ultrahochvakuum und sogar extrem hohes Vakuum bis zu 10-11 hPa (mbar) zu erzeugen. Die Rotoren drehen sich dafür mit bis zu 90.000 Umdrehungen pro Minute (U/min).
Um die hierfür notwendige extreme Präzision und Qualität gewährleisten zu können, setzt das Unternehmen auf eine besonders hohe Fertigungstiefe mit enger Verzahnung von Entwicklung, Produktion und Service. Entsprechend wichtig ist die fachübergreifende technische Expertise der Mitarbeiter, die zu einem erheblichen Teil selbst ausgebildet werden.
Aktuell erlernen bei Pfeiffer in Aßlar 57 junge Menschen ihren Beruf. Klaren Schwerpunkt bilden die metallbearbeitungsorientierten 35 Industriemechaniker-Azubis. Darüber stellen 15 duale Studenten unterschiedlicher technischer Ausrichtung einen großen Anteil. Zwei Fachinformatiker und fünf Industriekaufleute komplettieren aktuell die Nachwuchsabteilung.
Nachwuchskräfte auf reale Fertigung vorbereiten
Jan Dominik Will, Leiter des gewerblich-technischen Ausbildungsbereichs, legt großen Wert auf praxis- und projektorientierte Lehrformen. Hierbei spielen Maschinen-, Steuerungs- und Automatisierungstechnik eine herausragende Rolle: „Auf diese Weise bereiten wir unsere Nachwuchskräfte bestmöglich auf reale Produktionsanforderungen vor und wissen, dass sie nach ihrem Abschluss sehr schnell das Tagesgeschäft verschiedenster Bereiche produktiv unterstützen können.“
Wer dann als Industriemechaniker in die Fertigung wechselt, kann zwar bei weitem nicht jedes der 70 Bearbeitungszentren bedienen. Insbesondere die komplexen Dreh-Fräs- und Fünfachs-Fräszentren brauchen zusätzliche Erfahrung. Die ebenso wichtigen konventionellen CNC-Fräs- und Drehmaschinen stellen für die Jung-Industriemechaniker aber kein Problem dar.
Offene Fräsmaschinen geben direktes Feedback
Der Umgang mit CNC-gesteuerten Maschinen ist für die Nachwuchskräfte bei Pfeiffer daher ein wichtiger Ausbildungsbestandteil, der im dritten Ausbildungsjahr auf dem Programm steht. Zu Beginn kommt kein gewerblich-technischer Azubi am händischen Feilen verschiedener Metalle vorbei, sagt Ausbildungsleiter Will: „Sie müssen ein Gefühl für die Werkstoffe entwickeln. Das geht in erster Linie von Hand und in zweiter Linie mit offenen Maschinen, die dem Bediener ein direktes Feedback in Form von Vibrationen geben.“
Um in diesem Einstiegsbereich maschinentechnisch auf dem aktuellen Stand zu bleiben, galt es im Jahr 2022, eine neue Fräsmaschine anzuschaffen, die keine feste Einhausung benötigt, aber robust, zuverlässig, ergonomisch und präzise ist. Zudem sollte sie über eine moderne, leicht verständliche Bedienung verfügen.
Nach einem ersten Anbieter-Vergleich blieben nur wenige Hersteller übrig. Mit Blick auf hohe Flexibilität, die „Umhausungsthematik“ sowie die ebenso wichtigen Serviceleistungen kristallisierte sich die FPS Werkzeugmaschinen GmbH aus dem bayrischen Warngau als klarer Favorit heraus. Will dazu: „In erster Linie hat uns das Gesamtpaket von FPS überzeugt. Zudem sind uns die früheren Deckel-Maschinen sowie die FPS-Retrofit-Konzepte schon seit über 25 Jahren vertraut. Entsprechend fiel unsere Entscheidung eindeutig zu Gunsten der streckengesteuerten FPS 630M-digital.“
Los geht‘s: Dank der konventionellen Heidenhain-Steuerung PT8016, die es erlaubt, immer nur einen Satz nach dem anderen abzuarbeiten, kann bei dieser Universalfräsmaschine FPS 630M-digital auf eine feste Kabine verzichtet werden.
Satzweise ins CNC-Zeitalter
Jan Dominik Will und seine Ausbilder sehen in der satzweisen Programmabarbeitung nur Vorteile, denn mit komplexeren Steuerungen wären die Azubis am Anfang der Ausbildung eher überfordert. Ihnen sind zu diesem Zeitpunkt andere Dinge wichtig, die an der PT8016-gesteuerten FPS 630M-digital perfekt trainiert werden können.
Dazu gehören beispielsweise die Werkzeugverwaltung und -korrektur sowie das Setzen von Bezugspunkten für Werkzeug und Werkstück. Auch erste Programmstrukturen und Bearbeitungszyklen lassen sich an der Heidenhainsteuerung erstellen. Für den Ausbildungsleiter ein entscheidender Punkt: „Wer das Prinzip an dieser Maschine versteht, schafft auch den Umstieg auf moderne fünfachsige CNC-Bearbeitungszentren relativ schnell und einfach.“
Über ein anderes Detail freuen sich vor allem die Auszubildenen selbst – das kompakte Bedienpult mit Heidenhain Aktiv-Anzeige und integriertem Touchscreen. Paul Martin ist einer von ihnen: „Wir sind Touchbedienung von unseren Smartphones und Tablets gewöhnt. Da ist es für uns schon eher seltsam, wenn ein Bildschirm nicht auf Berührung reagiert“, spricht er vielen jungen Leuten aus der Seele und ergänzt: „Außerdem lässt sich das Touch-Bedienpanel sehr einfach und schnell reinigen.“
Jan Dominik Will (links) ist Leiter des gewerblich-technischen Ausbildungsbereichs von Pfeiffer Vacuum. Er freut sich gemeinsam mit FPS-Gebietsverkaufsleiter Wilhelm Buchholz über die gute Zusammenarbeit und erklärt: „Mit der streckengesteuerten FPS 630M-digital schaffen wir den optimalen Übergang vom händischen Feilen zu CNC-gesteuerten Bearbeitungszentren.“
Die FPS Werkzeugmaschinen GmbH, Warngau, …
wurde im Jahr 1994 gegründet, beschäftigt heute zirka 180 Mitarbeiter an drei Standorten und zählt zu den führenden deutschen Herstellern von konventionellen Fräsmaschinen, hybriden und CNC Fräsmaschinen für Industrie, Handwerk, Universitäten und Ausbildung. Als Branchenführer setzt das Unternehmen Maßstäbe in Generalüberholung und Retrofit, in der Wartung sowie in der Ersatzteilversorgung von DECKEL Maschinen und DMG Anlagen. Darüber hinaus bietet die FPS Werkzeugmaschinen GmbH moderne Steuerungsumbauten, praxisnahe CNC Schulungen sowie einen umfassenden technischen Kundenservice. Dabei gilt zu 100 Prozent: Qualität, Made in Germany.
Über Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Hoch- und Ultrahochvakuumtechnologie, das innovative Lösungen zur Forschung an den Grenzen des Wissens bietet. Mit einem umfassenden Portfolio an Vakuumpumpen, Lecksuchern, Mess- und Analysegeräten, Komponenten sowie Vakuumkammern und -systemen bedient das Unternehmen anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen Analytik, Industrie, Forschung & Entwicklung, Halbleitertechnik und Zukunftstechnologien.
Seit der Erfindung der Turbopumpe steht Pfeiffer für Präzision, Innovation und technologische Exzellenz. Das Unternehmen ist Teil der familiengeführten Busch Group, einem der weltweit größten Hersteller von Vakuumlösungen, Kompressoren und Abgasreinigungssystemen. Sie wird von der Familie Busch geleitet. Mehr als 8.000 Mitarbeiter in 47 Ländern weltweit arbeiten für die Gruppe, die einen jährlichen konsolidierten Umsatz von 2 Milliarden Euro erzielt.
Pfeiffer Vacuum GmbH Berliner Straße 43 D-35614 Aßlar +49 (0)6441 802-0 info@pfeiffer-vacuum.com www.pfeiffervacuum.com