Einführung: Konstruieren von Blechteilen mit BeckerCAD 3D Pro
Obwohl BeckerCAD keine eigenen Blechbiegefunktionen besitzt, können mit diesem CAD-Programm dennoch Blechkonstruktionen erstellt werden. Die Konstruktion eines einfachen Blechkastens zeigt, auf was zu achten ist.
Bei der Konstruktion eines Biegeteils ist wichtig, dass das Biegeteil zunächst im abgewickelten Zustand gezeichnet wird. Diese Vorgehensweise ist auch aus der Praxis bekannt, wenn Facharbeiter das gewünschte Bauteil aus einem Stück Blech herstellen. Sie bringen mithilfe entsprechender Blechbiegemaschinen das Blech von der 2D-Form in die 3D-Form.
Nun werden die entsprechenden Folien für die Hilfslinien, die Maßzahlen und die Maßlinien über das „Auge“ im Folienmanager ausgeblendet. Anschließend kann das verbleibende Biegeteil mittels der Funktion „Dynamisch kopieren“ in den 3D-Bereich kopiert werden, wo es mittels der Funktion „Schiebekörper Z“ auf eine Dicke von zwei Millimeter extrudiert wird.
Anschließend wird in die Funktionsebene „Körper bearbeiten“ umgeschaltet. Die dort aufgeführte Funktion „Körper an Ebene trennen“ erlaubt es, das Blechteil in einzelne Segmente zu unterteilen, die anschließend separat bearbeitet werden können.
Über die Funktion „3D-Objekte transformieren“ kann nun die vom Blechteil abgetrennte Lasche um 90 Grad abgewinkelt werden.
Wenn alle Laschen umgebogen sind, können über die Funktion „Übergangskörper“ die Ecken abgerundet werden. Allerdings kommt es bei einem ersten Versuch zu einer Fehlermeldung, die auftritt, wenn die Stoßkanten von zwei Elementen zu nahe beieinanderliegen, daher kein Übergangskörper berechnet werden kann.
Wichtig:
Damit sich ein Radius ergibt, muss im Dialogfenster unter „Tangential“ zwingend jeweils eine „1“ eingesetzt werden, ansonsten wird ein Körper mit einer 45 Grad-Kante erzeugt.
Anmerkung:
Die Selektion kann durch nochmaliges Ausführen der Funktion „Objekte neu selektieren“ wieder aufgehoben werden.
Sollen nun diese einzelnen Elemente zu einem einzigen Körper verbunden werden, so wird dazu die Funktion „Vereinigung“ aufgerufen und der Hauptkörper des Blechteils gewählt. Nun wird mit der Maus ein Rahmen um alle Elemente gezogen, die mit dem Hauptkörper vereinigt werden sollen. Das Ergebnis ist ein Volumenkörper, der nun problemlos beispielsweise mit dem 3D-Drucker ausgedruckt werden kann, nachdem dieser in das STL-Format exportiert wurde.