Via BeckerCAD zur Wendeschneidplatte

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Mühelos einen digitalen Zwilling erstellen 

Mit einem 3D-CAD-System gelingt es mühelos, Wendeschneidplatten zu zeichnen. Nicht zuletzt BeckerCAD 3D Pro erlaubt es, solche Volumenkörper zu erzeugen.

Digitale Zwillinge sind ein Abbild einer realen CNC-Maschine oder Produktionsanlage. Mit diesen ist es möglich, den Fertigungsprozess gefahrlos zu simulieren, ohne teure Schäden im Fall eines Programmierfehlers befürchten zu müssen. Doch muss dieser digitale Zwilling dazu mit jedem noch so kleinen Detail ausgerüstet sein, damit die Simulation fehlerlos gelingt. Im Fall von CNC-Drehmaschinen gehören dazu auch Wendeschneidplatten, die als CAD-Modell dem Original entsprechen müssen. Entsprechend verantwortungsvoll ist daher deren Konstruktion.

Mit BeckerCAD 3D Pro ist es durchaus möglich, diese digitalen Schneidplatten zu zeichnen. Dazu sind zunächst die entsprechenden Handbücher zu Rate zu ziehen, um diese genormten Werkzeuge korrekt zu konstruieren. Anschließend bietet es sich an, zunächst ein 2D-CAD-Grundgerüst mittels Hilfslinien zu erstellen, aus dem später der entsprechende 3D-Körper extrudiert wird.

Die Hilfslinien können nun verwendet werden, um auf einfache Weise die eigentliche Kontur der Wendeschneidplatte mit den Zeichenfunktionen nachzuzeichnen.

Mit dem Modell-Explorer können diese Hilfslinien nun ausgeblendet werden, da diese nicht mehr nötig sind und zudem beim Übertragen der Kontur in den 3D-Bereich unnötigerweise mitkopiert würden, somit für die Weiterarbeit stören, daher gelöscht werden müssten. Deshalb werden auch die Mittellinien ausgeblendet, die ebenfalls nicht mehr benötigt werden.

Anschließend werden die Körperkonturen mit dem Werkzeug „Objekte neu selektieren“ gesammelt und über „Transformieren/Dynamisch kopieren“ in den 3D-Bereich kopiert. Dort wird die 2D-Kontur über die 3D-Funktion „Schiebekörper Z“ in einen 3D-Volumenkörper extrudiert.

Damit ist die Rohkontur einer Wendeschneidplatte erstellt. Nun kann die Spanfläche eingearbeitet werden. Dazu ist ein Formwerkzeug nötig, das vorzugsweise auf dem Grundkörper eingezeichnet wird. Dazu wird zunächst eine Konstruktionsebene erzeugt.

Diese Konstruktionsebene muss anschließend um 27 Grad gedreht werden, damit das Formwerkzeug korrekt eingezeichnet werden kann.

Das Formwerkzeug wird auf der Spanflächenseite mit einem Radius 1,5 Millimeter versehen, damit die entstehenden Späne sauber abgeführt werden.

Nun kann dieses Formwerkzeug mittels der Funktion „3D-Objekte transformieren“ in die Wendeschneidplatte eingeschwenkt werden, wobei ein Spanwinkel von sechs Grad einzuhalten ist.

Anschließend wird das Formwerkzeug mittels der Funktion „Subtraktion“ von der Wendeschneidplatte „abgezogen“. Das Ergebnis ist eine sauber ausgeformte Spanfläche.

Im Anschluss noch die Konstruktionsebene sowie die überflüssigen 2D-Elemente löschen. Das Ergebnis ist eine virtuelle Wendeschneidplatte, die durchaus als digitaler Zwilling verwendbar ist.

Video "Via BeckerCAD zur Wendeschneidplatte":

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